1. Advent

Gedanken zum 1. Advent

Mit dem 1. Advent beginnt in unseren christlichen Gemeinden auch das Kirchenjahr. Am großen Adventskranz, der in der Kirche von der Decke herunterhängt, wird feierlich die erste Kerze angezündet. „Wir sagen euch an, den lieben Advent, sehet die erste Kerze brennt", ist ein Lied, das uns durch jede Adventszeit begleitet. Wir sind in freudiger Erwartung. Ein ganz besonderes Kind ist uns angekündigt! Obwohl sich das Fest Christi Geburt alle 12 Monate wiederholt, so ist es doch immer etwas Besonderes und wird festlich von uns begangen. In jedem Land ein wenig anders und doch in aller Welt in gleichem Lob und Preis. Allein das Lied von der Stillen, Heiligen Nacht wurde bisher in 125 Sprachen übersetzt. Das zeigt uns, wie Grenzen übergreifend, das Fest von Christi Geburt gefeiert wird. Zünden auch wir heute die erste Kerze an unserem Adventskranz an und nehmen wir uns die Zeit, gemeinsam an den Sinn der Adventszeit zu denken. Gehen wir gemeinsam in unseren Familien, den Weg zur Krippe. Gönnen wir uns täglich am Abend eine viertel Stunde bei Kerzenschein und wir werden erleben, wie gut uns diese Zeit der Besinnlichkeit beim Licht des Kranzes tut. © Christina Telker

Gedanken zum 2. Advent

Nun brennt bereits die zweite Kerze an unserem Adventskranz. Unsere Wohnung ist bereits festlich geschmückt, denn wir kommen dem größten Geburtstag des Jahres immer näher. Unsere Zimmer duften nach Räucherkerzen und auf dem Tisch stehen zum Kaffee leckere Plätzchen und Lebkuchen. Der Abend zieht schon recht bald am Nachmittag ein und vielleicht werden wir angeregt, ein längst fälliges Telefonat zu führen oder wir lauschen auf Weihnachtslieder oder haben uns ein Buch herausgesucht, dass wir schon lange einmal lesen wollten. Jetzt ist die Zeit genau richtig hierzu.  Die Adventszeit ist eben etwas Besonderes. Das gibt es nur einmal im Jahr. Mit dem Bummel auf dem Weihnachtsmarkt wird es wohl in diesem Jahr nichts werden, oder nur für die ganz Mutigen unter uns. Doch das alleine macht nicht den Advent. Denken wir doch einmal zurück an Kindertage. Weihnachtsmärkte in dem Stil, wie wir sie heute kennen gab es noch nicht, jedenfalls nur in Großstädten und doch war es die schönste Zeit des Jahres, wenn wir zurückdenken. So mancher wird sich noch an die Stromsperre erinnern. Da war das Sitzen beim Kranz eine willkommene Abwechslung. Großmutter erzählte und in der Röhre dufteten die Bratäpfel. Es waren die Äpfel, die wir im Herbst an unserem Apfelbaum geerntet hatten, ohne jeden Schnickschnack. Und doch werden sie uns immer in Erinnerung bleiben. © Christina Telker

 

Gedanken zum 3. Advent

 

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Im Advent, kommt es uns vor, als ob sie besonders schnell davoneilt. So manche Kerze ist schon abgebrannt und manche Räucherkerze hat uns mit ihrem Duft erfreut. Ich finde es schön, an den schneller dunkelwerdenden Nachmittagen, nicht gleich das elektrische Licht einzuschalten, sondern die Ruhe und Stille zu genießen, die uns umgibt. Unsere Gedanken wandern und gehen auf die Reise. Wie war das damals, als Maria und Josef sich auf den weiten Weg von Nazareth nach Bethlehem machten. Nach feiern war ihnen da sicher nicht zumute. Sie hatten einen schweren Weg vor sich und baten Gott immer wieder um seinen Schutz. Ihre Gedanken kreisten wohl um das Kind, das in Kürze das Licht der Welt erblicken würde. Würde die Geburt so lange auf sich warten lassen, bei den Strapazen, die das Paar auf sich nehmen musste, um noch rechtzeitig in Bethlehem einzutreffen? Auch, wenn sie einen Esel bei sich hatten, damit Maria nicht die ganze Zeit laufen müsste, so ist es auch nicht gerade eine Erholung auf unebenem Gelände auf dem Rücken eines Grautiers zu sitzen. Bis jetzt liegt noch eine weite Strecke des Weges vor ihnen, die es zu bewältigen gilt. So bleibt ihnen nichts, als in Gottes Schutz mutig voran zu schreiten. Daran denken wir wenig, wenn wir in unseren geheizten Zimmern sitzen und Weihnachtsmusik hören. © Christina Telker

 

Gedanken zum 4. Advent

 

Die letzte Kerze an unserem Adventskranz wird angezündet. Die Päckchen und Pakete sind längst gepackt und sind bereits der Post übergeben, um am Heiligen Abend ihr Ziel erreicht zu haben. Das junge Paar, Maria und Josef, sehen vermutlich bereits die Türme von Bethlehem aus der Ferne. Nicht mehr lange und die Wehen werden einsetzen. Werden sie ein Quartier finden? Und wie sieht es bei uns daheim aus? Auch wir sind mit dem Endspurt beschäftigt. In diesem Jahr werden wir in kleinem Kreise oder alleine das Christfest feiern. Sind wir doch mal ehrlich zu uns selbst. Sind es nicht alles Lappalien, die uns das Leben vermeintlich schwermachen? Denken wir an Maria und Josef, ist es doch gar nichts, worum wir uns sorgen und die Nerven aufreiben. Oder wollen wir unsere Sorgen, wirklich mit denen von Maria vergleichen? Wie gut haben es doch heute die jungen Frauen, wenn sie vor einer Entbindung stehen. Bereits in der Vorsorge kümmert sich unser Gesundheitssystem um uns. Ein frisch eingerichtetes Kinderzimmer wartet auf den Säugling. Nicht jedes Kind auf der Welt wird so fürsorglich empfangen wie unsere Kinder hier in Europa. Oder denken wir an die vielen Mütter, die durch Krieg und Elend ihr Kind irgendwo zur Welt bringen müssen, ohne zu wissen, wie es weitergeht. Nur noch wenige Tage bis zum Fest. Setzen wir uns hin, atmen einmal durch, zünden uns die Kerzen am Adventskranz an und brühen uns einen Tee. Einmal zur Ruhe kommen und an den Sinn der Adventszeit denken. Ist unsere Krippe schon aufgebaut? Wie wäre es, wir würden jeden Tag ein paar Verse im Weihnachtsevangelium lesen. © Christina Telker

 

Dies ist eine mit page4 erstellte kostenlose Webseite. Gestalte deine Eigene auf www.page4.com
 
Christinas Weihnachtszimmer [-cartcount]