Weihnachtsrückblick

 

Sehnt dein Herz sich in die Kindheit,

denkt zurück an manches Jahr.

Weihnachten, einst mit den Eltern,

oh wie war das wunderbar.

 

Standst als Engel in der Kirche,

vorne, dort beim Krippenspiel.

Aller Augen auf dich sahen,

mit dabei sein war das Ziel.

 

Dieser Baum, mit seinen Kerzen,

solchen Duft gibt’s längst nicht mehr.

Kleine Gaben, kam`n von Herzen,

doch sie freuten uns so sehr.

 

Dann am ersten Weihnachtstage,

ging es durch den Winterwald.

Schnee kam oben in die Stiefel,

doch dir war kein bisschen kalt.

 

Bratäpfel und Kachelofen,

gerne denkst du dran zurück.

Erst der Stoll´n aus Mutters Küche,

war er doch dein ganzes Glück.

 

Doch versuch nach vorn zu sehen,

mach es dir auch heute schön.

Eine Kerze auf dem Tische,

lässt die Welt dich freundlich sehn.

Rückblick

 

Ich schaue aus dem Fenster in kalter Nacht

und habe mir dabei, so manches gedacht.

Die Nebel ziehn dahin geschwind,

in Zeiten die längst vergessen sind.

 

Ich sehe Knecht Ruprecht mit weißem Bart,

sein Esel schon vor dem Schlitten scharrt,

auf dem Schlitten liegt ein schwerer Sack,

in ihn sind die schönsten Gaben gepackt.

 

Zuckerkringel und Marzipan,

auch die Rute steht nebenan,

doch diese braucht er heute nicht,

darum lächelt des Alten Gesicht.

 

Und wieder ziehen die Nebel dahin,

ich sehe Kinder mit fröhlichem Sinn.

„Mutti, Mutti“, rufen sie laut,

„ob heute der Nikolaus nach uns schaut?“

 

Die Nebelschwaden ziehen vorbei,

die Jahre rannen dahin, eins, zwei, drei,

heut sitz ich allein, in der Stube drin

und trage die Bilder in meinem Sinn.

 

Wenn abends die Nebelschleier ziehn,

wandern Gedanken durch die Jahre dahin,

sie grüßen aus einer fernen Zeit,

doch diese liegt unendlich weit.

© Christina Telker

 

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