Unterschiedliche Weihnacht

 

Der Mond sieht in die Fenster,

heut ist die heil`ge Nacht,

er sieht die Lichterbäume,

des Festes große Pracht.

 

‚Wie herrlich‘, denkt der Alte,

‚muss doch die Weihnacht sein,

man sieht nur lauter Pracht und Glanz

und niemand ist allein. ‘

 

Der Mond zieht seine Bahnen,

doch plötzlich bleibt er stehn.

Hier sieht er keine Kerzen,

was ist hier nur geschehn? ‘

 

Nun sieht der Mond genauer hin

und nimmt sich etwas Zeit,

hier sitzt ein altes Mütterchen,

ihr Blick er gleitet weit.

 

Der Mond, er denkt im Stillen,

‚Wie kann das möglich sein?

Heut ist das Fest der Liebe,

warum ist sie allein? ‘

 

Als er noch in Gedanken,

durchs nächste Fenster schaut,

sieht er hier Kindertränen,

kein Baum ist aufgebaut.

 

Er neigt sein Ohr ans Fenster,

und hört von Armut schwer.

‚Das soll das Fest der Liebe sein? ‘,

denkt er und sorgt sich sehr.

 

‚Wenn dies das Fest der Liebe ist,

dann ist es schlecht bestellt.

Ich wünschte mir mehr Herzlichkeit,

für jeden auf der Welt!‘

Rückblick

 

Ich schaue aus dem Fenster in kalter Nacht

und habe mir dabei, so manches gedacht.

Die Nebel ziehn dahin geschwind,

in Zeiten die längst vergessen sind.

 

Ich sehe Knecht Ruprecht mit weißem Bart,

sein Esel schon vor dem Schlitten scharrt,

auf dem Schlitten liegt ein schwerer Sack,

in ihn sind die schönsten Gaben gepackt.

 

Zuckerkringel und Marzipan,

auch die Rute steht nebenan,

doch diese braucht er heute nicht,

darum lächelt des Alten Gesicht.

 

Und wieder ziehen die Nebel dahin,

ich sehe Kinder mit fröhlichem Sinn.

„Mutti, Mutti“, rufen sie laut,

„ob heute der Nikolaus nach uns schaut?“

 

Die Nebelschwaden ziehen vorbei,

die Jahre rannen dahin, eins, zwei, drei,

heut sitz ich allein, in der Stube drin

und trage die Bilder in meinem Sinn.

 

Wenn abends die Nebelschleier ziehn,

wandern Gedanken durch die Jahre dahin,

sie grüßen aus einer fernen Zeit,

doch diese liegt unendlich weit.

© Christina Telker

*

Warum

 

Hast du das Kind gesehen?

Voll Staunen ist sein Blick.

Wie gerne hätt´s so manches hier,

doch Not ist sein Geschick.

 

Die Eltern beide arbeitslos,

die Armut  oft zu Gast.

Das Kind hat früh Verzicht gelernt,

weil´s längst nicht alles hat.

 

Das Kind steht auf den Weihnachtsmarkt,

die Menschen ziehn vorüber,

mit ausgelassner Fröhlichkeit,

sein Blick wird immer trüber.

 

Warum stets dieser Unterschied?

Warum Elend und Leid?

Wir sollten doch den Nächsten sehn,

grad in der Weihnachtszeit.

Rückblick

 

Ich schaue aus dem Fenster in kalter Nacht

und habe mir dabei, so manches gedacht.

Die Nebel ziehn dahin geschwind,

in Zeiten die längst vergessen sind.

 

Ich sehe Knecht Ruprecht mit weißem Bart,

sein Esel schon vor dem Schlitten scharrt,

auf dem Schlitten liegt ein schwerer Sack,

in ihn sind die schönsten Gaben gepackt.

 

Zuckerkringel und Marzipan,

auch die Rute steht nebenan,

doch diese braucht er heute nicht,

darum lächelt des Alten Gesicht.

 

Und wieder ziehen die Nebel dahin,

ich sehe Kinder mit fröhlichem Sinn.

„Mutti, Mutti“, rufen sie laut,

„ob heute der Nikolaus nach uns schaut?“

 

Die Nebelschwaden ziehen vorbei,

die Jahre rannen dahin, eins, zwei, drei,

heut sitz ich allein, in der Stube drin

und trage die Bilder in meinem Sinn.

 

Wenn abends die Nebelschleier ziehn,

wandern Gedanken durch die Jahre dahin,

sie grüßen aus einer fernen Zeit,

doch diese liegt unendlich weit.

© Christina Telker

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