Der sechste Dezember

 

Wie wird er wohl heut kommen - der Nikolaus?

Durch des Schornsteins Enge, wo es donnernd grollt?

Schöner wär ein Schlitten mit nem` weißen Pferd,

bis oben voll beladen, mit Gaben heiß begehrt.

 

Im Traum hör ich die Schellen,

seh ich den Alten schon,

ich hör des Schimmels wiehern

und auch der Glocken Ton.

 

Mein Stiefel ist am Morgen,

voll bis zum Rand gefüllt.

Die schönsten aller Gaben,

hat er mir auserwählt.

 

Ich dank dir, guter Alter,

das du in dieser Nacht,

für alle Kinder weit und breit

viel Freude hast gebracht.

(c) Ch. Telker

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War das der Nikolaus


Dunkle Nacht, ein leises rascheln,
poltern, stampfen, dann wird`s still.
Wer macht hier die Nacht zum Tage,
sagt mir nur was der wohl will?

Halt, da fällt`s mir weder ein, 
das kann doch nicht möglich sein,
dass ich es so ganz vergas,
heute ich ja Nikolaustag!

Meine Schuhe ungeputzt,
 wurden gestern noch benutzt,
da legt er bestimmt nichts rein,
er mag Sauberkeit allein.

Ich schau mal durchs Schlüsselloch,
draußen ist es still, nichts pocht,
werd die Schuhe ganz schnell putzen,
vielleicht wird es noch was nutzten.

Morgen früh werd ich es sehn,
ob die Stiefel leer da stehn.
Doch vielleicht hab ich noch Glück
und find ein Schokoladenstück.

(c) Ch. Telker

 

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