Ein Sternlein

 

Ein Sternlein schaut zur Erde,

und sendet seinen Strahl;

hin in ein kleines Häuschen,

in einem kleinen Tal.

 

Hier träumt ein kleines Mädchen,

vom schönsten Weihnachtsbaum,

den Traum bringt ihm das Sternlein;

es kann durchs Fenster schaun.

 

Das Kind greift traumverloren,

hin, nach des Sternes Strahl,

„Oh nimm mich mit in deine Welt,

wo Sternlein überall.“

 

Das Sternlein lächelt milde,

sein Schein streift sanft das Haar.

„Oh glaub mir, klein Mariechen,

auch Märchen werden wahr.

 

Schau, du wirst morgen abend,

im Licht des Kerzenscheins,

vor deinem Gabentische,

von Herzen glücklich sein.“

 

Das Kind schläft still und feste,

hat seine Augen zu.

Der Stern noch einmal lächelt,

dann geht auch er zur Ruh.

(c) Ch. Telker

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