Es glitzert überall

 

Nach einer langen, klaren Winternacht zeigte sich strahlend die Sonne am Horizont. Der harsche Schnee glitzerte in der Morgensonne. Es war, als ob tausende von Kristallen ausgeschüttet wären. Diese Schönheit einer Schneelandschaft hat nicht jeder Winter zu bieten.

Dies freute auch ganz besonders die Weihnachtselfe, für die es nichts Schöneres gab, als eine weiße Weihnacht.  So holte sie voller Bedacht ihren Zauberstab hervor und sprach ihren Weihnachtsspruch, woraufhin sich die Schneekristalle in winzige kleine Elfen verwandelten, für ein menschliches Auge nicht sichtbar. Sie tanzten voller Vergnügen über das schneebedeckte Feld. Welch eine Freude für die Weihnachtselfe. Als die Sonne weiterzog, nahm sie wieder ihren Stab zur Hand und beendete das Spiel. Drei Tage im Jahr hatte sie die Macht Schneekristallen Leben einzuhauchen. Am Heiligen Abend und an den beiden Weihnachtstagen. So war es ihr eine besondere Freude, wenn in manchen Jahren die Welt tief in ein winterliches Kleid gehüllt war.

Müde und von den letzten Tänzen träumend legten sich die kleinen Schneeelfen wieder zur Ruhe. Nur eine, der kleinen Elfen, wollte mehr erleben, als diesen einen Tanz. Sie wünschte sich, nur einmal ein Weihnachtsfest der Menschen zu erleben. Auch wenn Flöckchen genau wußte, daß sie nur einen Tag diesen, ihren Traum erleben konnte, so freute sie sich doch mächtig auf dies Abenteuer. Als die Sonne hinter den Bergen versank, schwebte sie zum kleinen Forsthaus am Waldrand und ließ sich auf dem Fensterbrett nieder. Oh wie staunte Flöckchen über den strahlenden Lichterbaum. „Prinzessin des Waldes", nannte sie die geschmückte Tanne, in ihren Gedanken. So schön und prächtig sollten alle Tannen aussehen, dachte die kleine Elfe bei sich. Aber nicht jede Tanne hat die Ehre ein Weihnachtsbaum zu werden. 

Noch tief in Gedanken versunken schwebte Flöckchen der Waldwiese zu. Als am nächsten Morgen die Sonne aufging und die Weihnachtselfe die glitzernden Eiskristalle für ein paar Stunden in kleine Elfen verwandelte, gesellte sich Flöckchen zu ihnen. Als dann Stunden später dieser Tanz endete, legte sich auch Flöckchen zur Ruhe, sie dachte noch im Einschlafen an die so zauberhaft geschmückte Tanne. Ach nein, an den Weihnachtsbaum.

(c) Christina Telker

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