Oh weh!

 

Und wieder naht die Weihnachtszeit,

oh Schreck oh Graus, es ist soweit,

und wieder ist die „stille Zeit“,

voll Trubel und voll Streiterei.

 

Könnt es doch einmal friedlich sein,

mit meinen Lieben ganz allein;

doch kommen Onkel und auch Tanten,

die uns das ganze Jahr nicht kannten.

 

Denn Weihnacht, wie könnt`s anders sein,

woll`n alle stets beisammen sein.

Man soll sich immer nur verstellen,

nicht mal das Hündchen darf mehr bellen.

 

Es zieht sich gern von uns zurück,

denn hier find`s nicht das wahre Glück.

Damit ein jeder kommt zu Wort,

wird`s lauter stets, in einem fort.

 

Verstehen tut wohl keiner was,

doch macht es allen wohl viel Spaß;

sich gegenseitig anzubrüllen,

anstatt zu reden, fein im Stillen.

 

Ein jeder will es besser wissen,

zerknüllt sind schon die schönsten Kissen.

Ich schaue zu und halt mich raus.

Wär doch das Fest schon endlich aus!

 

Doch heißt`s beim auseinander gehn:

„Ach war das diesmal wieder schön!“

Wenn jeder einmal ehrlich wär,

dann wär das Fest ja nicht verkehrt.

© Ch.Telker

 

 

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