Vorfreude

 

„Mutti hast du das Christkind gesehn?

Ich hörte ein leises Klingen.

Am Fenster dort, ein goldenes Haar!

Wird mir das Christkind was bringen?“

 

„Schlaf gut mein Kindlein

und blicke im Traum,  hinüber ins Weihnachtsland.

Dort backen die Englein dir Plätzchen fein,

die Bleche gefüllt bis zum Rand.“

 

„Mutti, Mutti, nun sag mir noch!

Hat das Christkind mein Schreiben bekommen?

Ich habe das schönste Briefpapier,

mit den kleinen Sternen, genommen.“

 

„Mein Kindlein, mein Kleines,

das Christkind weiß, wie brav und lieb du bist.

So kommt ganz bestimmt am Weihnachtstag,

zu dir der heilige Christ.“

 

„Mutti, oh Mutti, das schlafen ist schwer,

ich bin ja so aufgeregt.

Wenn es doch bloß heute schon,

der Heilige Abend wär.“

 

„So mein Kleines, jetzt schlafe ein,

die Sternlein leuchten schon hell.

Bald schaut das Christkind zum Fenster rein,

drum Kindlein schlafe schnell.“

 

Die Mutter sie gibt dem Kind einen Kuss,

ihm fallen die Augen zu.

Im Traum sieht es leuchten den Weihnachtsbaum

und findet nun selbst zur Ruh.

(c) Ch. Telker

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