Weihnachten heute

 

Wie wäre es wenn Jesus,

noch heute zu uns käm?

Wie würden wir ihn grüßen?

Würden wir ihn denn sehn?

 

Würd er als Bettler kommen,

wohl mitten in der Nacht,

wir hätten ganz gewiss nicht,

die Tür ihm aufgemacht.

 

Käm er zu uns in Lumpen

und ständ am Straßenrand,

wir gäben wohl nur zögernd,

dem Anderen die Hand.

 

Wir sehen nur das Kindlein,

dereinst in Heu und Stroh,

als Jesus unsern Retter,

nur dabei sind wir froh.

 

Doch Jesus sagte einstens:

„Du sollst den Nachbarn sehn!

Reichst du dem Nächsten deine Hand,

dann wirst du mich auch sehn.“

© Ch. Telker

Was ist geblieben?

 

Weihnachtsfest voll Harmonie

wo bist du geblieben?

„Fried auf Erden“ hieß es doch,

alle solln sich lieben.

 

Längst ist diese Zeit vorbei,

da in Großfamilie,

eines fest zum andern hielt,

Gaben warn´s nicht viele.

 

Selbst erstellt, mit viel Idee,

was den Andern freute,

nicht das Größte, Teuerste, zählte;

so wie heute.

 

Jeder gab sein Herz mit rein,

in die kleinen Dinge.

Mutter sparte´s ganze Jahr,

dass der Tag gelinge.

 

„Fried auf Erden“, hieß es einst,

haben wir vergessen,

wie Maria in dem Stall,

mit dem Kind gesessen.

 

Heute gibt´s voll Überfluss,

meist schon ab September,

Pfefferkuchen, Baumbehang;

nicht erst im Dezember.

 

Doch der Sinn des Weihnachtsfests,

Liebe und auch Frieden,

bleiben weit entfernt zurück,

Konsum wird großgeschrieben.

(c) Christina Telker

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